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Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Sein einziges Fenster in die Welt ist das Internet. Die Eltern, Susanne (Bibiana Beglau) und Thomas (Bjarne Mädel), sowie Schwester Miriam (Emma Bading) stehen buchstäblich ratlos vor seiner Tür und erleben, wie Mikes Verschwinden ihr Leben verändert.  

Um vor Nachbarn und Freunden zu verheimlichen, dass Mike sein Zimmer nicht mehr verlässt, denken sie sich einen Schulaustausch aus, der immer wieder verlängert werden muss. Mikes Vater Thomas verbeißt sich in die Idee, einem gelähmten Patienten mit technischen Hilfsmitteln die Sprache und somit seine Familie zurück zu geben. Mikes Mutter Susanne hofft über Mikes Schulfreund Oliver (Louis Hofmann) mit Mike kommunizieren zu können und holt mit Ersatzsohn Oliver vieles nach, was sie eigentlich mit Mike hätte machen wollen. Nur Mikes jüngere Schwester Miriam, scheint ihren Bruder zu verstehen, da auch sie gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert ist.

Am Ende erkennen alle drei, dass sie es sind, die Mike sein Zurückgezogensein erst ermöglichen und dass sie Mike helfen müssen, damit er noch einmal in die Welt zurück finden kann.

„1000 Arten Regen zu beschreiben“ bezieht sich auf das aus Japan bekannte Phänomen Hikikomori, das sich zunehmend auch in Westeuropa verbreitet. In Japan soll es bereits mehr als 1 Millionen Jugendliche geben, die sich von der Gesellschaft zurückziehen und sich über Wochen, manchmal Monate und sogar Jahre in ihr Zimmer einschließen. Die Gründe liegen zumeist in der Überforderung, in der Versagensangst und der Sorge, den Erwartungen und Verantwortlichkeiten des Erwachsenenlebens nicht standhalten zu können. Leistungsdruck, sozialer Druck, aber auch der Entscheidungsdruck angesichts der Fülle an Möglichkeiten drängen in dieser Phase der Selbstfindung schließlich in die Isolation.